Auf den ersten Blick scheint die Welt des Grafikdesigns einem strengen Regelwerk zu folgen: den Prinzipien des Bauhauses, der Schweizer Typografie, den präzisen Vorgaben verstorbener Typografen zu Mikro-Abständen sowie subjektiv proklamierten Dogmen über Lesbarkeit und Funktionalität. Doch wer hat diese Regeln eigentlich aufgestellt – und warum folgen wir den Neurosen anderer?
Brauchen wir neue Regeln? Und wenn ja, wie könnten sie aussehen? Wie lassen sich bestehende Prinzipien nutzen, um unser Designverständnis weiterzuentwickeln, zu hinterfragen und über das bisher Erlernte hinauszuwachsen?
Auf Basis einer Reihe vordefinierter, bewusst ausgewählter Richtlinien und Vorschriften üben wir gestalterischen Ungehorsam. Durch Design-Sprints, Diskussionen und praktische Übungen erforschen, hinterfragen und dekonstruieren wir Gestaltungsdogmen sowie deren Anwendung in unterschiedlichen Kontexten.
Aus diesen Erkenntnissen entwickeln wir neue Designansätze und Regeln, die schließlich in einem individuell gestalteten Plakat Ausdruck finden.
Bitte beachtet, dass der erste Termin am 07.04. als Exkursion nach Berlin stattfindet. Im Verlauf der zwei Wochen findet der Kurs im Wechsel zwischen Präsenz- und Online-Sessions statt.